Fachkonferenz Energie und Klima zu Strommarkt, Wärmewende, Netzentgelten und sicherer Energieinfrastruktur
Die Tagesspiegel Background Fachkonferenz Energie & Klima diskutiert am 10. September 2026 in Berlin die nächste Phase von Klimaschutz und Energiewende. zvg
Messen & Kongresse 29. Juli 2026 · 3 Min Lesezeit

Tagesspiegel Fachkonferenz diskutiert Energiemarkt

Die Fachkonferenz Energie & Klima beleuchtet die nächste Phase der Energiewende und zentrale Reformen für Märkte, Netze und Infrastruktur.

Fachkonferenz Energie und Klima zu Strommarkt, Wärmewende, Netzentgelten und sicherer Energieinfrastruktur
Die Tagesspiegel Background Fachkonferenz Energie & Klima diskutiert am 10. September 2026 in Berlin die nächste Phase von Klimaschutz und Energiewende. zvg

Am 10. September 2026 bringt die dritte Tagesspiegel Background Fachkonferenz Energie & Klima Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik, Energiewirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Verbänden in Berlin zusammen. Unter dem Motto «Klimaschutz und Energiewende: Die nächste Phase» stehen die politischen, technologischen und wirtschaftlichen Weichenstellungen für das künftige Energiesystem im Mittelpunkt.

Das Programm behandelt das Marktdesign für erneuerbare Energien und Kraftwerke, die Weiterentwicklung des Wärmemarkts, die Reform der Netzentgelte sowie den Schutz kritischer Energieinfrastrukturen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der künftigen Ausgestaltung des europäischen Emissionshandels.

Fachkonferenz Energie & Klima im Überblick

  • Donnerstag, 10. September 2026, von 09:00 bis 17:30 Uhr
  • Tagesspiegel-Haus am Askanischen Platz 3 in Berlin
  • Schwerpunkte sind Strommarkt, Wärmemarkt, Netzentgelte, Infrastrukturschutz und Emissionshandel
  • Teilnehmende aus Politik, Verwaltung, Energiewirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Technologie

Kapazitätsmarkt soll den Strommarkt neu ausrichten

Die Bundesregierung will 2026 Ausschreibungen für neue Kraftwerke anstossen und einen Kapazitätsmarkt vorbereiten. Die Fachkonferenz diskutiert die vorgesehenen Zeitpläne, geeignete Technologien und die damit verbundenen Kosten.

Im Zentrum steht die Frage, wie gesicherte Leistung künftig finanziert und in ein zunehmend von erneuerbaren Energien geprägtes Stromsystem integriert werden kann. Dabei treffen energiepolitische Zielsetzungen auf Anforderungen an Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Investitionsbedingungen.

Zu den angekündigten Teilnehmenden gehören Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, sowie Dr. Kirsten Westphal, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft.

Gebäudemodernisierungsgesetz prägt den Wärmemarkt

Ein weiterer Themenblock befasst sich mit dem Wärmemarkt und dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz. Dieses soll neue Impulse für die Reduktion der CO2-Emissionen im Gebäudebereich setzen und mit der kommunalen Wärmeplanung verbunden werden.

Diskutiert wird, welche regulatorischen und wirtschaftlichen Instrumente die Wärmewende beschleunigen können. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Verbraucherinnen und Verbraucher, Hersteller, Energieversorger und Kommunen in die Umsetzung einbezogen werden können.

Sören Bartol, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, bringt die Perspektive der Bundesregierung in die Debatte ein.

AgNes-Prozess reformiert die Netzentgeltsystematik

Die heutige Netzentgeltsystematik wurde weitgehend für ein Energiesystem mit zentralen Kraftwerken entwickelt. Mit dem AgNes-Prozess arbeitet die Bundesnetzagentur an einer grundlegenden Reform der allgemeinen Netzentgeltsystematik.

Die neue Ausgestaltung soll die Finanzierung der Stromnetze langfristig sichern, Flexibilität stärker anreizen und Netzengpässe reduzieren. Für Netzbetreiber, Energieversorger, Industrie und Verbraucher sind damit weitreichende Veränderungen bei Kostenverteilung und Tarifstrukturen verbunden.

Die Fachkonferenz ordnet den Reformprozess in die übergeordnete Transformation des Stromsystems ein. Neben regulatorischen Fragen stehen auch die Auswirkungen auf Investitionen und Geschäftsmodelle im Mittelpunkt.

Energieinfrastruktur braucht stärkeren Schutz

Physische Angriffe und Cyberattacken stellen Betreiber kritischer Infrastrukturen vor wachsende Herausforderungen. Die Konferenz behandelt deshalb den Übergang von bestehenden Vorgaben für kritische Infrastrukturen zu den Anforderungen der europäischen NIS-2-Regulierung.

Im Fokus stehen wirksame Schutzmassnahmen, organisatorische Vorsorge und die schnelle Wiederherstellung des Betriebs nach einem Schadensfall. Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung des Energiesystems erhöht dabei sowohl die Effizienz als auch die möglichen Angriffsflächen.

Mit Tobias Goldschmidt, Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein, ist auch die energie- und sicherheitspolitische Perspektive der Bundesländer vertreten.

Emissionshandel soll Industrie wettbewerbsfähig halten

Der europäische Emissionshandel ist ein zentrales Instrument zur Reduktion industrieller CO2-Emissionen. Die Fachkonferenz diskutiert, wie das System im internationalen Wettbewerb weiterentwickelt werden sollte.

Dabei geht es um die Balance zwischen wirksamen Klimaschutzanreizen und tragfähigen Rahmenbedingungen für energieintensive Unternehmen. Die Transformation der Industrie soll vorangetrieben werden, ohne Unternehmen wirtschaftlich zu überfordern oder Produktionsverlagerungen zu begünstigen.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Fach- und Führungskräfte mit strategischer Verantwortung in Energiewirtschaft, Infrastruktur, Politik, Verwaltung, Industrie, Wissenschaft, Technologieunternehmen und kommunalen Versorgungsunternehmen.

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