Die Eniwa AG hat im Geschäftsjahr 2025 trotz tieferer Energiepreise ein solides Ergebnis erzielt. Das Betriebsergebnis (EBIT) erreichte CHF 13,5 Mio., der Gruppengewinn stieg von CHF 13 Mio. auf CHF 14,8 Mio. Der Umsatz sank um 11,3 Prozent auf CHF 198,6 Mio., während sich die Ertragslage verbesserte.

Über die eigenen Netze lieferte Eniwa im Jahr 2025 rund 923 Mio. Kilowattstunden Strom, Gas sowie Wärme und Kälte. Damit lag die Absatzmenge leicht über dem Vorjahresniveau. Treiber waren insbesondere kältere Temperaturen mit mehr Heizgradtagen sowie der weitere Ausbau der Fernwärme.

Eniwa verbessert Ergebnis trotz tieferer Energiepreise

Das operative Ergebnis legte um knapp CHF 2 Mio. zu. Zusätzlich stärkten Dividenden aus Beteiligungen und die positive Entwicklung an den Finanzmärkten das Jahresergebnis. Auch das Dienstleistungsgeschäft sowie übrige Erträge erwiesen sich erneut als verlässliche Pfeiler und unterstützten mit einem Umsatzbeitrag von CHF 45,6 Mio. das verbesserte Energiegeschäft.

Der betriebliche Cashflow, bereinigt um Finanzierungseffekte, erreichte rund CHF 35 Mio. Trotz des hohen Investitionsvolumens blieb der Free Cashflow mit CHF -0,7 Mio. nahezu ausgeglichen. Die Eigenkapitalquote liegt weiterhin bei knapp 55 Prozent, gleichzeitig konnte das Fremdkapital reduziert werden.

Eniwa 2025 in Zahlen

  • EBIT von CHF 13,5 Mio.
  • Gruppengewinn von CHF 14,8 Mio.
  • Investitionen von CHF 37,4 Mio.
  • Umsatzrückgang um 11,3 Prozent auf CHF 198,6 Mio.
  • Cashflow von rund CHF 35 Mio.

Fernwärme wächst stärker als Strom und Gas

Insgesamt setzte Eniwa 2025 716,2 GWh Energie ab. Der Stromabsatz sank um 1,5 Prozent auf 285,5 GWh, der Gasabsatz um 3,3 Prozent auf 348,0 GWh. Positiv entwickelte sich dagegen die Fernwärme und Fernkälte mit einem Plus von 9,3 Prozent beziehungsweise 7,0 GWh auf 82,6 GWh.

Diese Entwicklung verschiebt den Energiemix weiter in Richtung zentraler, klimafreundlicher Wärmelösungen. Für Eniwa gewinnt damit der Ausbau der Wärmeinfrastruktur zusätzlich an strategischer Bedeutung. Gleichzeitig zeigt sich, dass das Unternehmen seine Wachstumsfelder gezielt dort priorisiert, wo Dekarbonisierung und Versorgung zusammenkommen.

«Unsere Investitionen in Fernwärme, Glasfaser und Versorgungssicherheit zahlen auf die Klimaziele ein, schaffen Voraussetzungen für die Digitalisierung und stärken gleichzeitig unsere Ertragskraft. Die Energiewende muss ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich tragfähig sein»
Hans-Kaspar Scherrer CEO, Eniwa

Eniwa investiert in Fernwärme, Glasfaser und Stromnetz

Die Investitionen beliefen sich 2025 auf CHF 37,4 Mio. nach CHF 35,8 Mio. im Vorjahr. Ein Schwerpunkt lag auf dem beschleunigten Ausbau der Fernwärme und des FTTH-Glasfasernetzes. Weitere Mittel flossen gezielt in das Stromnetz und in strategische Geschäftsfelder.

Priorität hatten der Erhalt der Versorgungssicherheit und die langfristige Wertschöpfung. Beide Zukunftsfelder, Fernwärme und Glasfaser, befinden sich laut Unternehmen noch in einer frühen Entwicklungsphase und eröffnen erhebliche Ertragschancen für die kommenden Jahre. Damit verbindet Eniwa Infrastrukturinvestitionen mit wirtschaftlicher Perspektive und energiepolitischer Relevanz.