
PV-Tagung zeigt Solarstrom als Systemsäule
Die Photovoltaik gewinnt in der Schweiz strategisch an Bedeutung. Speicher und neue Geschäftsmodelle stärken ihre Rolle im Stromsystem.
Rekordinteresse an Schweizer Photovoltaik-Tagung
Die Schweizer Photovoltaik-Tagung findet 2026 zum 24. Mal statt und erstmals in der neuen Festhalle Bern. Mit über 1’100 Teilnehmenden und 82 ausstellenden Unternehmen erreicht die Veranstaltung einen neuen Höchstwert.
Das zweitägige Programm vereint Fachvorträge, Marktanalysen und Praxisbeispiele. Im Zentrum steht die Integration von Solarstrom in ein zunehmend flexibles Stromsystem.
Moderiert wird die Tagung von Michael Elsener. Die Eröffnung erfolgt durch den Energieexperten Tim Meyer.
Solarstrom erreicht neue Bedeutung im Stromsystem
Die Photovoltaik entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Pfeiler der Energieversorgung. Für 2026 wird erwartet, dass Solarstrom rund 17 % des Schweizer Strombedarfs abdeckt.
Parallel dazu hat sich die installierte Batteriespeicherkapazität in den letzten vier Jahren vervierfacht. Die Kombination von Photovoltaik und Speicher wird damit zum Standardmodell.
Diese Entwicklung stärkt die Eigenversorgung und reduziert die Abhängigkeit von volatilen Strompreisen.
Die Solarenergie in der Schweiz erreicht eine neue Stufe: In Kombination mit Speichern wird sie zu einem zentralen Pfeiler der Energieversorgung und ist daraus nicht mehr wegzudenken.
Neue Geschäftsmodelle stärken lokale Nutzung
Seit 2026 sind zentrale Bestimmungen des Stromgesetzes in Kraft. Besonders relevant sind neue Modelle zur lokalen Nutzung von Solarstrom.
Lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) und virtuelle Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (vZEV) ermöglichen eine effizientere Vermarktung und Nutzung vor Ort.
Diese Ansätze fördern den Eigenverbrauch und entlasten gleichzeitig die Verteilnetze.
Lokaler Verbrauch und Speicherung entlasten die Stromnetze und erhöhen die Rentabilität von PV-Anlagen. Allerdings muss der Bundesrat die Bedingungen für den lokalen Verbrauch weiter verbessern.
Photovoltaik trägt zur Netzstabilität bei
Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis zeigen an der Tagung, wie Photovoltaik zur Stabilität des Stromsystems beitragen kann. Dazu zählen flexible Einspeisung, Speicherintegration und optimierte Laststeuerung.
Gleichzeitig bleibt der Ausbau anspruchsvoll. Begrenzte Netzkapazitäten erfordern eine intelligente Abstimmung zwischen Produktion, Speicherung und Verbrauch.
Die Rolle der Photovoltaik verschiebt sich damit von einer reinen Erzeugungstechnologie hin zu einem integralen Bestandteil des Energiesystems.
Markt stabilisiert sich nach Konsolidierung
Nach einem Rückgang im Jahr 2025 zeigen aktuelle Branchenzahlen eine Stabilisierung auf hohem Niveau. Die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen bleibt robust.
Besonders im Bereich der Batteriespeicher wird ein neuer Wachstumsschub erwartet. Technologische Fortschritte und sinkende Kosten treiben diese Entwicklung zusätzlich.
Die Branche steht damit vor einer neuen Phase, in der Integration und Systemdienlichkeit stärker in den Fokus rücken.
Zentrale Entwicklungen der PV-Tagung 2026
- Über 1’100 Teilnehmende und 82 Unternehmen vor Ort
- Solarstrom deckt 2026 rund 17 % des Strombedarfs
- Batteriespeicherkapazität in vier Jahren vervierfacht
- Neue Modelle wie LEG und vZEV stärken lokalen Verbrauch
